| Die Frage des Wachstums wird gestellt |
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| Geschrieben von: Wilhelm (Admin) |
| Donnerstag, den 21. Mai 2009 um 15:13 Uhr |
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Brauchen wir Wachstum? Brauchen wir Arbeit? Brauchen wir ein Grundeinkommen? Die ersten beiden Fragen stellt die aktuelle Ausgabe Nr. 22 der „Zeit“. In dem wöchentlichen Dossier werden sie beantwortet. Die letzte Frage stelle ich und erläutere später ihre Antwort. Wir brauchen kein ewiges Wachstum. So lautet die Antwort auf die erste Frage. Der Bürger benötigt kein ewiges Wachstum, ebenso wenig wie eine Arbeitsgesellschaft. Bei der Erde, auf der wir Leben, ist sogar das Gegenteil der Fall. Nur der Kapitalismus und die ihm immanente Eigenschaft des Wachstums, so wie die von ihm korrumpierte Politik, klammert sich an ein ewiges Wirtschaftswunder. Die zweite Frage wird auch verneint. Denn Arbeit haben wir genug. Wir müssten uns nur von dem alten Bild der Lohnarbeit verabschieden, hin zu einer neuen Idee. Den Begriff der Arbeit ausweiten, damit auch die Erziehung, die Pflege von Angehörigen, das Engagement in Vereinen weiterhin ermöglicht wird. Gesellschaftlich ist dies genauso notwendig wie der Häuserbau oder die Lebensmittelproduktion. Die dritte Frage und ihre Beantwortung mit ja, ergibt sich als logischen Schlussfolgerung aus der momentanen Wirtschaftkrise, aus der Unmöglickeit ewigen Wirtschaftswachstums, dem Mangel an Erwerbststellen, und dem ökonomischen Nutzen durch gleichbleibende Wirtschaftsleistung. Das es zu Umverteilungen von Reich zu Arm durch Steuern für eine Finanzierung eines bedingungslosen Grundeinkommen kommen muss, ist nicht gegeben. Das Grundeinkommen würde den Staat nicht mehr Kosten als die jetzigen Augaben, Schulden und Neuverschuldungen. Und er könnte mit relativ konstanten Einnahmen bis zu einer bestimmten Höhe rechnen, wenn es Konsumsteuerfinanziert wird. So würde der Bürger den größten Teil des Grundeinkommen im Monat ausgeben und wahrscheinlich einen erheblichen Teil des zum Grundeinkommen hinzuverdienten. Die Vermögenskonzentration durch Einzelne wird nicht durch ein Grundeinkommen gelöst. Dies ist eine Frage des Zinses. Jedoch kann die Frage nach sozialer Gerechtigkeit durch ein Sockeleinkommen von unten für alle bis zu einem gewissen Grade gelöst werden bzw. das Potenzial einer Lösung wäre in die Hand eines jeden Einzelnen gegeben.
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